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Dialect: Meine ersten Eindrücke

Ein kurzes Vorwort: Dies ist ein Spiel über und mit Sprache, weswegen ich mich freuen würde wenn alle sich ermutigt fühlen Kommentare in ihrer Muttersprache zu verfassen (eine englische Zusammenfassung ist kein Muss, aber sicher hilfreich für andere)

Dialect online und mit einer Gruppe mit so unterschiedlicher Herkunft zu spielen bringt einige Herausforderungen mit sich. Nicht das ich den Eindruck habe ich hätte mich überhoben mit meiner Wahl für einen ersten Versuch als Spielleiter (Facilitator in Dialect), aber ich habe mich entschieden einige Empfehlungen der Autoren nicht ganz so ernst zu nehmen.
Es ist völlig unmöglich in einer Sitzung fertig zu werden. Nicht nur das, sondern aufgrund der Umstände werden wir uns vermutlich 5 – 7 Mal für
zirka 1 ½ Stunden treffen bevor wir zum Ende dieses Unternehmens gelangen.
Kein größeres Problem, es gibt viele Möglichkeiten für einen natürlichen
Kapitelschluss. Dieses Mal haben wir die Aspekte (zentrale Punkte) für unsere „Räuberbande“ gewählt. Im zweiten Schritt uns Gedanken über unsere Position in der Gesellschaft und der Stadt in der wir operieren gemacht. Beides geschieht in diesem Spiel mit der Hilfe von Fragen die für jeden Hintergrund von den Autoren vorgeschlagen werden. Insbesondere bei der Wahl der Aspekte fiel mir auf wie die Tatsache das Englisch für die meisten von uns Zweitsprache ist unsere Diskussion beeinflusst. Hier kommt eine zusätzliche Ebene ins Spiel was die Interpretation und die Nuancen betrifft wenn man einen Aspekt zu einem „Wort oder einer kurzen Phrase“ einkochen soll die für alle am Tisch die gleiche Bedeutung hat. Im Endeffekt haben wir zwei Wörter und einen nicht ganz so kurzen Satz gewählt. Zusätzlich werden wir unsere Erinnerungen der Schwerpunkte unserer Diskussion in einem gemeinsamen Dokument zusammenstellen das wir nutzen können wenn wir uns der Interpretation nicht mehr ganz sicher sind.

Die Fragen über unsere Bande sollen in den Augen der Autoren von einzelnen Spielern beantwortet werden, wir sind dieser Empfehlung nur lose gefolgt. Ich hatte den Eindruck das wir alle durch die gemeinsame Ausschmückung gewisser Einzelheiten ein lebhafteres Bild der Verhältnisse bekommen haben, für mich ein gewünschter und positiver Effekt.

Am Ende des Abends hat dann jeder von uns aus drei Karten das Modell für seine Rollenspielpersönlichkeit gewählt. Dies war ein guter Zeitpunkt das Spiel zu unterbrechen, nun haben alle Spieler genug Zeit diese bis zum nächsten Treffen mit Leben zu füllen.
Im Großen und Ganzen denke ich es war ein gelungener Abend und ich freue mich schon auf die nächste Woche.

Bildverweis/bildkälla/source photo Speicher Alter Wandrahm Nr. 11 (G. Koppmann & Co.), Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, aus HH 2038/4, S. 41

warum Dialect (in englisch)

(video: play is conducted in English - RE)

Department: 
Actual Play
Games: 
Dialect